Gemeinde Krattigen
Dorfplatz 2  ·  3704 Krattigen

Telefon033 654 16 55
Telefax033 654 95 55
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Öffnungszeiten
Mo - Fr08.00 - 12.00 Uhr
 13.30 - 17.00 Uhr
Mittwoch geschlossen

Forstbetrieb Thunersee-Suldtal

Gegebenheiten/Waldungen

Der Forstbetrieb Thunersee-Suldtal betreut die Waldungen der Gemeinden Aeschi, Krattigen und Leissigen. Die Waldungen der Gemeinde Därligen sowie der Privatwaldeigentümer in den vier Gemeinden werden vom Forstbetrieb durch den Revierförster hoheitlich betreut. Das Revier ist der Waldabteilung Alpen, Berner Oberland angegliedert.

Die Waldungen erstrecken sich zwischen 580 m.ü.M. bis auf 1`950 m.ü.M., also von collinen Laubmischwäldern bis hin zu subalpinen Fichtenwäldern.

Dem Betrieb sind folgende Wälder zur Betreuung zugewiesen:

Waldeigentümer
Waldfläche in ha
Hiebsatz in Tfm
(durchschnittliche Nutzung pro Jahr)
Gemischte Gemeinde Aeschi
508
1`500
Einwohnergemeinde Krattigen
122
1`100
Burgergemeinde Krattigen
135
600
Einwohnergemeinde Leissigen
67
450
Burgergemeinde Leissigen
326
1`600
Burgergemeinde Därligen
320
1`300
Kleinprivatwald (ca. 320 Waldbesitzer)
281
700
Total
1`759
7`250

 

Funktionen des Waldes

Die Wälder im Revier sowie auch im restlichen Berner Oberland nehmen viele wichtige Funktionen wahr:

Nutzfunktion
Der Wald bietet uns seit jeher verschiedene natürliche "Produkte". Früher wurde unter anderem das Laub als Streue, Holz als Brennstoff/Baustoff und Beeren sowie Pilze als Esswaren genutzt.
Auch heute noch werden die Produkte des Waldes rege genutzt. Die grösste Sparte hierbei ist sicher die Nutzung des Holzes, welches in verschiedenen Formen Verwendung findet.
 
Holz findet Verwendung als: Energieträger (Stückholz, Hackholz, Pellets)
  Industrieholz (Holzwolle, Zellulose, Papier, usw.)
  Baustoff (Möbel, Furnier, Bauholz, usw.)
 
Neben diesen sichtbaren Erzeugnissen des Waldes darf natürlich die "Luft" nicht vergessen werden. Durch die Photosynthese wird das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) gebunden und Sauerstoff (O2) wieder freigesetzt.
Nutzholzpolter nach dem Holzschlag Froumattewald im Winter 11/12 - Leissigen
 
 
Schutzfunktion
Vor allem in Gebirgskantonen wussten die Bewohner schon lange von der Schutzwirkung des Waldes zu profitieren. Viele Dörfer, Strassen oder andere Sachwerte konnten "unter Schutz" des Waldes errichtet und erhalten werden.
 
Der Wald bietet Schutz vor: Steinschlag
  Lawinen
  Hangmuren
 
Der wirksame Schutz des Waldes gegen Steinschlag ist hier auf einem Foto aus dem Leewald zu sehen - Därligen
 
 
Biodiversität
Der Wald bietet vielen Tier- und Pflanzenarten überhaupt die Möglichkeit zu existieren. Er ist für diese Arten Lebensraum, Nahrung und Verstecksmöglichkeit zugleich. Zusammen mit Vernetzungselementen wie Totholzinseln, stufigen Waldrändern, Hecken oder Trockenmauern trägt der Wald zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Frauenschuh (Cypripedium calceolus) im Gebiet  Egelholz - Leissigen
 
 
Wohlfahrtsfunktion
Fand der Wald früher hauptsächlich in den Funktionen (Nutz-, Schutzfunktion und Biodiversität) seine Aufgabe, wird heute die Wohlfahrtsfunktion zu einem immer wichtigeren Bestandteil.
 
Der Wald bietet Wohlfahrt als: Erholungsraum (Ruhe, Idylle, Sport, Sammellust, usw.)
  Arbeitsplatz (Forstarbeiter, Jäger sowie Holzverarbeiter)
  Klassenzimmer (Waldkindergarten, Exkursionen, usw.)
  Interessantes Landschaftsbild (Tourismus, Lebensqualität, usw.)
 
 
Wie man am Boden erkennen kann, nutzte hier jemand die Stimmung des Waldes als romanischer Augenblick
Eggwäldli - Därligen